Die deutsche Elektronikbranche

Marktzahlen

  
Die Branche in Zahlen

Übersicht

Deutschlandweit zählt die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie fast 900.000 Beschäftigte und erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von etwa 220 Mrd. Euro (2024). Damit ist die Branche zweitgrößter Industriezweig nach dem Maschinenbau und noch vor der Automobilindustrie.

Das E-Handwerk erzielt mit knapp 520.000 Beschäftigten in fast 50.000 Betrieben einen Umsatz von annähernd 85 Mrd. Euro (2024) und ist trotz des Rückgangs im Bereich Neubauten mit Sanierungen, dem Engagement in den Bereichen Energiewende und Digitalisierung sehr gut aufgestellt.

Über 46.000 Auszubildende zählt das E-Handwerk. Mit steigendem Bedarf: So stieg die Zahl der gesuchten Auszubildenden von etwa 15.000 in 2021 auf aktuell über 17.000. Über 7.000 absolvierten im Elektrohandwerk vergangenes Jahr die Meisterprüfung (einschließlich Wiederholungsprüfungen).

Der Zentralverband des Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerks (ZVEH) meldet für 2025 insgesamt rund 65.000 offene Stellen im E-Handwerk.  

  
Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie

Ein starker Motor der Wirtschaft

Mit einem Umsatz von rund 220 Milliarden Euro im Jahr trägt die deutsche Elektro- und Digitalindustrie maßgeblich zur nationalen Wirtschaftsleistung bei.
Sie sichert fast 900.000 Arbeitsplätze im Inland und ist damit die zweitgrößte Industriebranche Deutschlands.

Besondere Stärke zeigt die Branche in Forschung und Entwicklung: Über 100.000 Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich und generieren jährlich Investitionen von über 9 Milliarden Euro.
Die Innovationskraft der Branche spiegelt sich in weit über 13.000 Patentanmeldungen pro Jahr wider und macht sie zum Impulsgeber für jede dritte Innovation im gesamten verarbeitenden Gewerbe.

Das Produktportfolio der Elektroindustrie ist breit gefächert und reicht von Industriegütern wie Automationssystemen und Medizintechnik über Vorleistungsgüter wie Halbleiter bis hin zu Gebrauchsgütern wie Elektrohausgeräten.

Ein Großteil der Wertschöpfung, rund 44 Prozent, entfällt dabei auf die Europäische Union.

Die Branche zeichnet sich durch eine hohe Qualifikation ihrer Mitarbeiter aus: Rund 60 Prozent der Beschäftigten verfügen über einen MINT-Abschluss. Zudem bildet die Elektroindustrie jedes Jahr rund 4 Prozent Auszubildende aus. Mit einem Anteil von 17 Prozent an allen sogenannten "Hidden Champions" – mittelständischen Unternehmen mit weltweit führender Marktposition – unterstreicht die Branche ihre Bedeutung als Innovationsmotor.

Fazit: Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ist eine hoch innovative und exportorientierte Branche, die eine Schlüsselrolle für die deutsche Wirtschaft spielt. Ihre Stärke liegt in der Kombination von Forschung, Entwicklung und Produktion, die zu einer kontinuierlichen Verbesserung von Produkten und Prozessen führt.

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ist hoch innovativ, investiert massiv in F&E und bildet zahlreiche Fachkräfte aus. Mit einem breiten Produktportfolio und einer starken Exportorientierung ist sie ein globaler Player und Treiber von Innovationen.

Die Branche investiert massiv in Forschung und Entwicklung: Allein 2023 flossen 14,2 Mrd. Euro in F&E und insgesamt über 30 Mrd. Euro in Innovationsprojekte – Tendenz weiter steigend.

  
Das Elektrohandwerk in Deutschland

E-Handwerke stellen das größte installierende Gewerk dar.

Die E-Handwerke bleiben trotz Herausforderungen auf Wachstumskurs

Die deutsche Elektrohandwerksbranche steht aktuell spürbar unter dem Einfluss der Bau‑ und Konjunkturkrise. Nach mehreren Jahren dynamischen Wachstums ging der Jahresumsatz 2024 um rund 4 Prozent auf 84,3 Milliarden Euro zurück. Haupttreiber bleiben dennoch die anhaltende Nachfrage nach elektrotechnischen Leistungen im Zuge der Energiewende und Digitalisierung – von Photovoltaik über Ladeinfrastruktur bis zur Gebäudeelektrifizierung.

Parallel zum Umsatz entwickelte sich auch die Beschäftigung leicht rückläufig: 2024 arbeiteten rund 517.000 Menschen in den E‑Handwerken. Damit bleibt die Branche trotz der Delle ein zentraler Arbeitgeber und Schlüsselakteur für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Ein Blick auf die Unternehmenszahlen offenbart einen weiteren Trend: Die Anzahl der Elektrohandwerksbetriebe ist leicht zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Unternehmen im Durchschnitt größer geworden. Diese Entwicklung zeigt, dass sich die Branche konsolidiert und sich größere Unternehmen besser an die sich wandelnden Marktbedingungen anpassen können.

Die erfolgreiche Entwicklung der E-Handwerke ist eng mit der Energiewende verbunden. Die Elektrifizierung von Gebäuden, die Installation von Photovoltaikanlagen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge stellen die Branche vor große Herausforderungen, aber auch vor immense Chancen.

Fazit: Die E-Handwerke sind ein wichtiger Motor der deutschen Wirtschaft und spielen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Energiewende. Trotz einiger Herausforderungen blickt die Branche zuversichtlich in die Zukunft.

Die deutschen E‑Handwerke stehen trotz anhaltender Nachfrage aus Energiewende und Digitalisierung unter Druck. 2024 ging der Branchenumsatz um rund 4 Prozent auf 84,3 Milliarden Euro zurück, gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten leicht und die Konsolidierung im Markt setzte sich fort.

  
Nachwuchs im E-Nachwerk

Ein Beruf mit Perspektiven

Die Zahl der Auszubildenden bleibt auf Wachstumskurs – wenn auch mit geringerer Dynamik. 2024 lernten 46.481 junge Menschen einen e‑handwerklichen Beruf, ein leichtes Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Neuverträge ist nach einem deutlichen Anstieg 2023 erstmals wieder leicht rückläufig (–2,1 Prozent), bleibt aber auf einem historisch hohen Niveau.
Erfreulich: Der Frauenanteil steigt weiter. Seit 2015 hat sich die Zahl weiblicher Azubis nahezu verdoppelt, aktuell liegt ihr Anteil bei rund 3,1 Prozent – Tendenz steigend.

Der beliebteste Beruf ist unverändert der Elektroniker bzw. die Elektronikerin Fachrichtung Energie‑ und Gebäudetechnik. Hier stieg die Zahl der Auszubildenden 2024 um 0,9 Prozent auf 41.397. Neue Profile wie der Beruf „Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration“ gewinnen zusätzlich an Bedeutung, wachsen aber noch von einem niedrigeren Niveau aus.
Die E-Handwerke sind damit auf einem guten Weg, den Fachkräftebedarf der Zukunft zu decken.

Die steigenden Zahlen zeigen, dass die Ausbildung in den E-Handwerken attraktiv ist und dass die jungen Menschen die Chancen in diesem Bereich erkennen.

Die Nachfrage nach Meisterinnen und Meistern im Elektrohandwerk bleibt hoch. Viele Betriebe suchen Nachfolge oder Verstärkung im gehobenen Qualifikationssegment, sodass Meisterabsolventen sehr gute Chancen auf verantwortungsvolle Positionen haben. 

Das E-Handwerk wird vielfältiger: Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung in diesem Bereich. Neben klassischen Berufen wie dem Elektroniker gewinnen neue Berufsbilder wie die Gebäudesystemintegration an Bedeutung. Trotz des positiven Trends besteht weiterhin Bedarf an qualifizierten Fachkräften.

Quellen

Innovationen, Trends & News

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