Strom liegt in ihrer Hand: Frauen in der Elektrobranche

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8.3.2026

Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Elektrohandwerk eine fast reine Männerwelt. Wer an einen Elektriker dachte, dachte an einen Mann. Doch dieses Bild verändert sich – langsam, aber kontinuierlich und mit wachsender Dynamik. Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung im E-Handwerk, machen ihren Meister und übernehmen Verantwortung in Betrieben oder gründen eigene. Der Weltfrauentag am 8. März 2026 ist der richtige Moment, um genau hinzuschauen: Wo steht das Elektrohandwerk heute – und was tut die Branche, damit sich das weiter verändert?

 

Inhalt

  1. Die Zahlen: Verdoppelung in zehn Jahren

  2. Ein Beruf mit echter Zukunft

  3. ElektroHeldinnen – eine Bewegung startet

  4. Gemeinsam eine Branche gestalten

 

 

Die Zahlen: Verdopplung in zehn Jahren

Die Entwicklung ist messbar, langsam und dennoch ermutigend. Laut dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) hat sich die Zahl der weiblichen Auszubildenden im E-Handwerk seit 2015 annähernd verdoppelt – von 716 auf 1.426. Der Frauenanteil bei Neuverträgen stieg von 2,3 Prozent (2018) auf 3,4 Prozent – das sind die aktuellsten offiziell verfügbaren Zahlen, veröffentlicht vom ZVEH im März 2025.

Der Trend ist eindeutig: Das gezielte Nachwuchsmarketing der Branche trägt Früchte, und immer mehr junge Frauen entdecken das E-Handwerk aktiv für sich. Es gibt noch viel Potenzial – und genau das macht den Moment so spannend. Wer heute als Frau ins Elektrohandwerk einsteigt, trifft auf eine Branche, die sie aktiv sucht, willkommen heißt und mit wachsender Begeisterung fördert.

 

Die Chancen: Ein Beruf mit echter Zukunft

Das Elektrohandwerk bietet heute alles, was einen modernen, zukunftssicheren Beruf ausmacht. Wer hier arbeitet, gestaltet die Energiewende mit, treibt die Digitalisierung voran und leistet täglich einen sichtbaren Beitrag für Klimaschutz und smarte Infrastruktur. Die Vielfalt der Einsatzgebiete – von Photovoltaik und Wärmepumpen über Smarthome bis hin zu Ladeinfrastruktur für Elektromobilität – macht den Beruf abwechslungsreich und gesellschaftlich relevant.

Hinzu kommen hervorragende Karrierechancen: vom Gesellenbrief über den Meistertitel bis hin zur eigenen Betriebsgründung. Allein im E-Handwerk waren zuletzt über 96.000 Stellen offen – die Branche braucht engagierte Menschen, und sie sucht sie aktiv. Wer jetzt einsteigt, kann die Branche mitprägen und mitgestalten.

 

Die Initiative: ElektroHeldinnen – eine Bewegung startet

Genau an diesem Punkt setzt eine neue Brancheninitiative an, die nicht zufällig am Weltfrauentag startet: Am 8. März 2026 fällt auf der Messe Light + Building in Frankfurt der Startschuss für die ElektroHeldinnen. Hinter der Initiative stehen die großen Branchenverbände VEG, ZVEH und ZVEI sowie unsere Vereinsmitglieder Busch-Jaeger, Schneider Electric, ABB und die Messe Frankfurt selbst.

Die Mission ist klar: Netzwerke bilden, Nachwuchs motivieren, Impulse setzen – und das gemeinsam. Denn wie es Kathrin Aehling, Vice President bei Schneider Electric und eine der Initiatorinnen, auf den Punkt bringt: „Wenn wir die Branche wirklich weiblicher machen wollen, dann müssen wir alle gemeinsam und mit vereinten Kräften für mehr Frauen in der Branche werben."

Die Auftaktveranstaltung am 8. März bietet ab 13:00 Uhr ein interaktives Programm mit Keynote, Podiumsdiskussion, Spotlight Sessions und Networking – kostenlos, offen für alle und bewusst inklusiv: ElektroHeldinnen richtet sich ausdrücklich nicht nur an Frauen, sondern an die gesamte Branche. Männliche Unterstützer sind ausdrücklich willkommen.

 

Initiative_ElektroHeldinnen_2026_Kick_off_Light&Building

 

Fazit: Gemeinsam eine Branche gestalten

Das Elektrohandwerk verändert sich – und das ist gut für alle. Die Zahlen steigen, starke Netzwerke entstehen, und Initiativen wie die ElektroHeldinnen sorgen dafür, dass weibliche Fachkräfte und Vorbilder endlich die Sichtbarkeit bekommen, die sie verdienen. Frauen im E-Handwerk sind keine Ausnahme mehr. Sie sind Pionierinnen – und sie werden immer mehr.

 

 

 

 

 

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